Magdalena's Geschichte
„Sie war da und unterstützte mich, als alle aufs Baby geschaut haben. Es wäre auch ohne gegangen. Aber ich bin sehr froh, dass ich sie hatte."

Kind Nummer 1:

Bereits der allererste Kontakt mit dem Delphys – per Mail (!) – war so persönlich und liebevoll. Mir wurde zur Schwangerschaft gratuliert, obwohl ich erst ganz früh schwanger war und den Gedanken hatte, dass ich das Kind ja auch wieder verlieren kann. Die ersten Zeilen vom Delphys Team bestärkten mich, mich schon in der ganz frühen Zeit auf das Bébé freuen zu dürfen.

Kind Nummer 2:

„Dein Kind kam zwei Monate zu früh? Ui ja das ist schon viel… Zum Glück haben wir in der Schweiz Ärzt:innen und eine so gute medizinische Versorgung.“

Diesen Satz habe ich in letzter Zeit oft gehört. Und ja, ich bin auch sehr froh und dankbar um die Ärzt:innen und Medizin. Ich bin aber genauso dankbar und froh um meine Hebamme aus dem Delphys, die mich in dieser intensiven Zeit betreut hat.

Sie kannte mich bereits von den Schwangerschaftskontrollen. Ich habe nur die Ultraschalle in der 12.& 20. Woche bei der Gynäkologin gemacht. Alle anderen Termine habe ich im Delphys wahrgenommen. Die Hebamme war meine erste Ansprechperson als ich plötzlich Bauchkrämpfe in der 31+4 SSW hatte, ich musste nicht eine anonyme Notruf-Hotline wählen. Sie untersuchte mich im Geburtshaus und der Gebärmutterhals war bereits 1,5 cm verstrichen. Die Wehen kamen im Abstand von 2 – 4 Minuten. Ich war ruhig und gefasst, als ich deswegen mit meiner Hebamme und meinem Partner im Krankenwagen ins Spital fuhr. Selbst als die Hebamme sagte, wir sollten nun doch besser mit Blaulicht fahren (weil meine vorzeitigen Wehen stärker wurden). Die Geburt konnte vorerst noch aufgehalten werden. Lungenreife fürs Kind wurde mir gespritzt. Ich hatte starke Nebenwirkungen und schlechte Nächte. Meine Hebamme war meine Ansprechpartnerin per SMS.

– Was soll ich bei der Chefarztvisite fragen?

– Wie geht das mit der Austreibungsphase bei der Geburt nochmal?

– Können wir wegen der bevorstehenden Geburt telefonieren?

Ich bin nach wie vor traurig, dass meine Hebamme schlussendlich bei der Geburt nicht dabei war.

Aber ich war froh mit ihr später die Geburt reflektiert zu haben und zu merken, dass meine Geburt mit so wenigen Interventionen in so einem klinischen Umfeld sehr aussergewöhnlich war. Und dass mein Partner und ich stolz sein können auf uns, dass wir über weite Strecken nur zu zweit gearbeitet haben.

Als das Kind da war, konnte ich mit meiner Hebamme telefonieren. Ersten Frust oder offene Fragen und auch Freude über die Geburt mit ihr teilen. Am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus war sie da, sie kam zu mir nach Hause obwohl da kein Baby war. Sie kam später auf die Neo und lernte das Baby kennen. Sie erinnerte mich daran auf der Neo die Stillberaterin zu verlangen, als es Schwierigkeiten mit dem Stillen gab. Sie war da und unterstützte mich, als alle aufs Baby geschaut haben. Es wäre auch ohne gegangen. Aber ich bin sehr froh, dass ich sie hatte.